Synopsis

Gustav Meyrinks "Der Golem" entführt den Leser in das undurchdringliche, von Geheimnissen durchwirkte Prag des frühen 20. Jahrhunderts. Ein anonymer Erzähler gerät nach der Lektüre über Buddha in einen luziden Halbschlaf und findet sich plötzlich in der Identität des Gemmenschneiders Athanasius Pernath wieder, der um 1890/1891 im geheimnisvollen jüdischen Ghetto lebt. Pernath ist von einer kollektiven Amnesie geplagt, die das gesamte Viertel zu umfassen scheint, und die Legende des Golem, einer künstlichen Kreatur, die einst zum Schutz des Ghettos erschaffen wurde, schwebt omnipräsent über allem. Während Pernath versucht, seine eigene verworrene Vergangenheit zu entschlüsseln und Licht in die seltsamen Ereignisse um ihn herum zu bringen – darunter das plötzliche Verschwinden eines alten Freundes und das Auftauchen einer geheimnisvollen Figur –, verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität, Ich und kollektivem Unbewussten. Meyrinks Roman ist eine tiefgründige Reise in die menschliche Psyche und eine meisterhafte Darstellung der alchemistischen und kabbalistischen Mystik, die im Herzen des alten Prags pulsiert, eine Suche nach Identität und Sinn inmitten einer Welt voller Illusionen und verborgener Wahrheiten.

Critical Reception

""Der Golem" gilt als ein wegweisendes Werk des literarischen Expressionismus und der phantastischen Literatur, das die deutsche Literatur nachhaltig prägte und bis heute fasziniert."

Adaptations

Der Roman wurde mehrfach verfilmt, am bekanntesten ist Paul Wegeners Stummfilm "Der Golem, wie er in die Welt kam" aus dem Jahr 1920, der als Klassiker des expressionistischen Kinos gilt.

Metadata

ISBN:9781548625474
Pages:140
Age Rating:16+

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