Volker Kutscher, geboren 1962 in Lindlar, ist ein deutscher Schriftsteller, der vor allem für seine Krimi-Reihe um Kommissar Gereon Rath bekannt ist. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Wuppertal und Köln und arbeitete zunächst als Zeitungsredakteur. Sein literarischer Durchbruch gelang ihm mit „Der nasse Fisch“ (2007), dem ersten Band der Rath-Reihe, die im Berlin der Weimarer Republik spielt. Diese Romane zeichnen sich durch akribische historische Recherche und eine dichte Atmosphäre aus. Die Verfilmung der Reihe als international erfolgreiche Fernsehserie „Babylon Berlin“ machte Kutscher weltweit bekannt und steigerte das Interesse an seinen Büchern enorm. Seine Werke bieten nicht nur spannende Kriminalfälle, sondern auch ein tiefgründiges Porträt einer Epoche am Scheideweg, kurz vor dem Aufstieg des Nationalsozialismus. Er lebt und arbeitet in Köln.
«Berlin war in jenen Jahren ein Tanz auf dem Vulkan, eine Stadt der Exzesse und der zerbrechlichen Hoffnungen.»
«Die Grenzen zwischen Recht und Unrecht verschwammen im Berlin der frühen Dreißiger schneller als die Nachtschatten in der Morgendämmerung.»
«Jeder Fall, den Kommissar Rath löste, enthüllte nur neue Abgründe einer Gesellschaft, die unaufhaltsam ihrem Schicksal entgegenrauschte.»
Volker Kutschers Schreibstil ist geprägt von einer detailreichen und atmosphärischen Darstellung des Berlins der 1920er und frühen 1930er Jahre. Er verbindet historische Präzision mit einer fesselnden Kriminalhandlung. Seine Sprache ist prägnant und bildhaft, oft durchzogen von einem trockenen Humor. Kutscher schafft es, komplexe politische und gesellschaftliche Zusammenhänge organisch in die Handlung einzuflechten, ohne die Spannung zu mindern. Seine Charaktere sind vielschichtig und oft moralisch ambivalent, was die düstere Atmosphäre der Epoche widerspiegelt. Die Beschreibungen von Orten, Stimmungen und den sozialen Milieus sind überaus lebendig.