Sharon Dodua Otoo, geboren 1972 in London, ist eine britisch-ghanaische Autorin und Aktivistin, die seit 2006 in Berlin lebt und arbeitet. Sie ist eine prägende Stimme in der Schwarzen Diaspora und der deutschsprachigen Literatur. Otoos Werk befasst sich intensiv mit Themen wie Identität, Zugehörigkeit, Migration, Rassismus und postkolonialen Strukturen. Ihre Texte zeichnen sich durch eine einzigartige Sprachsensibilität und eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen aus. Sie ist auch als Herausgeberin tätig, unter anderem für die Buchreihe "Witnessed" und das Wörterbuch "Adas Worterbuch: Wörterbuch Afrodeutsch". Im Jahr 2016 erlangte sie internationale Bekanntheit, als sie mit einem noch unveröffentlichten Text den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis gewann, was ihre innovative Herangehensweise und ihren literarischen Anspruch unterstreicht. Otoo nutzt ihre Literatur oft als Mittel, um Marginalisierten eine Stimme zu geben und komplexe interkulturelle Erfahrungen zu beleuchten, wobei sie die Grenzen konventioneller Erzählweisen oft sprengt.
«In meinen Texten suche ich nach Räumen, die über die Grenzen der etablierten Erzählungen hinausgehen.»
«Sprache ist ein lebendiges Wesen, das geformt und umgeformt werden kann, um neue Realitäten sichtbar zu machen.»
«Unsere Geschichten sind miteinander verknüpft, und es ist wichtig, die Stimmen der Marginalisierten zu hören, um die volle Geschichte zu verstehen.»
Ihr Schreibstil ist charakterisiert durch eine poetische, oft allegorische Sprache, die komplexe soziale und politische Themen zugänglich macht. Otoo verbindet persönliche Erzählstränge mit globalen Perspektiven, setzt sich kritisch mit der deutschen Sprache auseinander und experimentiert mit Erzählformen, um neue Lesarten von Geschichte und Identität zu ermöglichen. Ihre Prosa ist präzise, lyrisch und oft vielschichtig.