Wilhelm Busch (1832–1908) war ein deutscher Dichter, Humorist und Zeichner, der zu den bedeutendsten Pionieren des Comics zählt. Geboren in Wiedensahl, begann er ein Maschinenbaustudium, bevor er sich der Kunst zuwandte und an Akademien in Düsseldorf, Antwerpen und München studierte. Seine bekanntesten Werke sind die illustrierten Bildergeschichten in Versen, die oft die menschlichen Schwächen und die Doppelmoral der bürgerlichen Gesellschaft seiner Zeit aufs Korn nahmen. Mit Werken wie „Max und Moritz“ schuf er zeitlose Figuren und prägte den Humor in der deutschen Literatur nachhaltig. Busch war ein Meister der prägnanten Formulierung und der ausdrucksstarken Karikatur. Obwohl er den größten Teil seines Lebens zurückgezogen verbrachte, erlangte er mit seinen Veröffentlichungen immense Popularität. Sein künstlerisches Schaffen umfasst neben den Bildergeschichten auch Lyrik und Prosa, sowie eine umfangreiche Malerei, die erst postum größere Anerkennung fand. Er beeinflusste Generationen von Cartoonisten und Humoristen.
«Ach, was muss man oft von bösen / Kindern hören oder lesen!»
«Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich.»
«Wer so oft den Kopf sich stößt, / Der ist endlich selbst erlöst.»
Wilhelm Buschs Schreibstil ist geprägt von humorvollen, oft satirischen Versen, die in einfacher, prägnanter Sprache gehalten sind. Er nutzte gekonnt Reime und rhythmische Strukturen, um seine Geschichten lebendig und einprägsam zu gestalten. Seine Texte sind untrennbar mit seinen charakteristischen, ausdrucksstarken Illustrationen verbunden, die den Inhalt visualisieren und oft satirisch überhöhen. Busch scheute nicht vor schwarzem Humor zurück und verpackte moralische Botschaften oder Gesellschaftskritik in scheinbar harmlose Streiche oder Anekdoten.