Patrick Süskind, geboren am 26. März 1949 in Ambach am Starnberger See, ist ein deutscher Schriftsteller und Drehbuchautor, der für seine zurückgezogene Lebensweise und seine ikonischen Werke bekannt ist. Er studierte mittelalterliche und neuere Geschichte in München und Aix-en-Provence, schloss sein Studium jedoch nicht ab. Süskind arbeitete zunächst als Drehbuchautor für Fernsehserien und kleine Theaterstücke. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm 1985 mit dem Roman 'Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders', der zu einem weltweiten Bestseller wurde und ihn schlagartig berühmt machte. Trotz seines Erfolges meidet Süskind die Öffentlichkeit konsequent und gibt kaum Interviews. Er lebt abwechselnd in München, Seeheim am Starnberger See und Frankreich und ist bekannt dafür, viele literarische Preise abgelehnt zu haben. Sein Werk umfasst auch kürzere Erzählungen und Theaterstücke, die oft von skurrilen Figuren und philosophischen Fragen geprägt sind.
«Der Geruch war wie ein Parfüm, aber kein Parfüm. Er war wie ein Geruch, aber kein Geruch. Er war wie eine Essenz, aber keine Essenz. Er war das, was man als Schönheit bezeichnet, aber Schönheit ist in Wirklichkeit ein Geruch.»
«Das Genie bedarf des Schattens. Ohne den Schatten würde das Genie nicht erkannt.»
«Ein Leben ohne Geruch ist kein Leben.»
Süskinds Schreibstil ist geprägt von einer außergewöhnlichen Präzision und Detailverliebtheit. Er nutzt eine reiche, bildhafte Sprache, um sinnliche Eindrücke – insbesondere Gerüche, wie in 'Das Parfum' – lebendig zu beschreiben. Seine Prosa ist oft ironisch und philosophisch, mit einer Tendenz zur psychologischen Tiefenzeichnung seiner Figuren. Er verbindet historische Genauigkeit mit fantastischen Elementen und schafft so atmosphärisch dichte und oft unheimliche Welten. Seine Erzählungen sind sorgfältig konstruiert und fesseln den Leser durch eine Mischung aus Spannung und intellektueller Herausforderung.