Christiane F., bürgerlich Christiane Vera Felscherinow, wurde am 1. Juni 1962 in Hamburg geboren und wuchs später in Berlin auf. Sie erlangte traurige Berühmtheit durch die Veröffentlichung ihres autobiografischen Buches 'Wir Kinder vom Bahnhof Zoo' im Jahr 1978. Das Buch, das aus Gesprächen mit zwei Stern-Journalisten entstand, schildert schonungslos ihre Kindheit und Jugend im West-Berlin der 1970er Jahre, geprägt von Drogenabhängigkeit (insbesondere Heroin), Prostitution und dem Überlebenskampf auf der Straße. Es wurde zu einem Weltbestseller und einem wichtigen Dokument zur Drogenproblematik. Ihr Leben nach der Veröffentlichung war weiterhin von Drogenmissbrauch und dem Versuch, ein normales Leben zu führen, gezeichnet, was sie in weiteren Veröffentlichungen wie 'Mein zweites Leben' (2013) reflektierte. Ihre Geschichte prägte das Bild einer ganzen Generation und warnte eindringlich vor den Gefahren der Drogen.
«„Die Sucht ist ein ewiger Kreislauf. Man kommt nie wirklich raus, man muss immer kämpfen.“»
«„Ich wollte dazugehören, geliebt werden, alles haben, was andere haben. Aber ich habe es auf die falsche Weise gesucht.“»
«„Manchmal denke ich, mein Leben war ein langer, dunkler Tunnel. Aber ich habe das Licht am Ende gesehen und versucht, darauf zuzugehen.“»
Christiane F.s 'Schreibstil' ist im Grunde eine sehr direkte, schonungslose und ungeschönte Erzählweise, die aus ihren Interviews mit Journalisten entstand. Er zeichnet sich durch eine authentische, oft schockierende Rohheit aus, die das Erlebte unmittelbar und ohne moralische Filter wiedergibt. Die Sprache ist einfach und unverblümt, was die brutale Realität ihres Lebens für den Leser greifbar macht und eine starke emotionale Wirkung erzeugt.