Jung Chang, geboren 1952 in Yibin, Sichuan, China, ist eine britisch-chinesische Schriftstellerin, die für ihre biografischen Werke über das moderne China bekannt ist. Ihre Eltern waren hochrangige kommunistische Parteifunktionäre, aber sie erlebte die Kulturrevolution am eigenen Leib, was ihre Kindheit und Jugend stark prägte. Nach einer Zeit als Bäuerin, „Barfußärztin“ und Stahlarbeiterin studierte sie Englisch an der Sichuan-Universität. 1978 zog sie mit einem Stipendium nach Großbritannien, wo sie an der University of York als erste Person vom chinesischen Festland einen Doktortitel einer britischen Universität erwarb. Ihr internationaler Bestseller "Wilde Schwäne" erzählt die Geschichte dreier Frauengenerationen ihrer Familie im 20. Jahrhundert in China und verknüpft persönliche Erinnerungen mit historischer Forschung. Sie ist auch Co-Autorin einer viel beachteten Biografie über Mao Zedong.
«Das Wichtigste für mich war, die Wahrheit zu sagen. Wenn ich nicht die Wahrheit gesagt hätte, welchen Sinn hätte es dann gehabt?»
«Es gibt ein altes chinesisches Sprichwort: 'Wenn du etwas vergessen willst, musst du dich daran erinnern.' Die Vergangenheit ist sehr wichtig. Sie ist das Fundament der Gegenwart und der Zukunft.»
«Macht ist nicht nur das, was man hat, sondern auch das, was der Feind glaubt, dass man es hat.»
Ihr Schreibstil verbindet persönliche Erinnerungen und tiefgründige Erzählungen mit akribischer historischer Forschung. Er ist zugänglich, emotional und detailreich, beleuchtet komplexe politische und soziale Veränderungen durch die Linse individueller Schicksale. Sie verwendet eine klare, direkte Sprache, um tiefgreifende menschliche Erfahrungen und historische Ereignisse zu vermitteln.