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Marlen Haushofer

Frauenstein, Österreich
Born 1920 — Died 1970

Biography

Marlen Haushofer (geb. Marie Helene Frauendorfer) wurde am 11. April 1920 in Frauenstein, Österreich, geboren und starb am 21. März 1970 in Wien. Sie war eine bedeutende österreichische Schriftstellerin, deren Werk Romane, Erzählungen, Hörspiele und Kinderbücher umfasst. Obwohl sie zu Lebzeiten einige Anerkennung fand, erlangte ihr bekanntestes Werk, der Roman "Die Wand" (1963), erst Jahrzehnte nach ihrem Tod internationale Berühmtheit und wurde zu einem Kultbuch und feministischen Klassiker. Haushofer setzte sich in ihren Werken kritisch mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinander und untersuchte Themen wie Isolation, die Beziehung zur Natur und die existentielle Suche nach Sinn. Ihr Schreibstil ist oft präzise, illusionslos und psychologisch tiefgründig, wodurch sie als eine der wichtigsten Stimmen der österreichischen Nachkriegsliteratur gilt.

Selected Thoughts

«Ich habe viel gelernt in diesem Jahr. Vor allem habe ich gelernt, dass es nicht so schlimm ist, wenn man allein ist. Aber ich glaube, es ist schlimm, wenn man vergisst, dass man nicht allein ist.»

«Ich glaube, das Leben besteht hauptsächlich aus dem Versuch, die Dinge, die man nicht ändern kann, zu ertragen.»

«Die Erinnerung ist eine wunderbare Sache, aber man darf sie nicht überbewerten. Sie ist nur ein kleiner Teil dessen, was wir sind.»

Writing Style

Marlen Haushofer zeichnet sich durch einen präzisen, klaren und oft nüchternen Schreibstil aus. Sie vermeidet Pathos und sentimentale Ausschmückungen, um die psychologische Tiefe und existenzielle Verzweiflung ihrer Figuren umso eindringlicher darzustellen. Ihre Prosa ist detailreich in der Beobachtung, besonders wenn es um Naturphänomene oder die inneren Monologe ihrer Protagonistinnen geht, und besticht durch eine unprätentiöse, aber eindringliche Sprache, die existenzielle Fragen und weibliche Erfahrungen erforscht.

Key Themes

Isolation und EinsamkeitKritik an patriarchalen Strukturen und die Rolle der FrauMensch-Natur-Beziehung und ÜberlebenExistenzielle Fragen, Sinnsuche und AnpassungDer Verlust der individuellen Freiheit