Robert Seethaler, geboren 1966 in Wien, ist ein österreichischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Schauspieler. Er wuchs in Wien auf und besuchte dort die Schauspielschule. Nach seiner Ausbildung arbeitete er an verschiedenen Theatern, unter anderem am Wiener Burgtheater und am Berliner Maxim Gorki Theater. Seine literarische Karriere begann 2004 mit dem Roman "Die Biene und der Kurt". Den internationalen Durchbruch schaffte er mit "Der Trafikant" (2012), der auch erfolgreich verfilmt wurde. Seine Romane zeichnen sich oft durch eine reduzierte, klare Sprache und eine tiefe Menschlichkeit aus. Seethaler lebt abwechselnd in Wien und Berlin. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit hat er auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter in der preisgekrönten Serie "Braunschlag" und dem Oscar-prämierten Film "Die Fälscher". Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und haben ihm internationale Anerkennung eingebracht, indem sie Leser dazu einladen, über existenzielle Fragen und die Schönheit des Einfachen nachzudenken.
«Ein Leben ist ein Leben. Es ist weder gut noch schlecht. Es ist einfach nur.»
«Manchmal ist es besser, die Augen zu schließen und die Welt so zu nehmen, wie sie ist.»
«Und manchmal braucht man nicht viel. Manchmal braucht man nur das, was man hat.»
Seethalers Schreibstil ist geprägt von einer bemerkenswerten Klarheit, Präzision und Reduktion. Er verzichtet auf unnötige Ausschmückungen und konzentriert sich auf das Wesentliche. Seine Sprache ist poetisch, aber niemals kitschig, und oft von einer melancholischen Grundstimmung durchzogen. Er verwendet einfache, aber eindringliche Sätze, die eine große emotionale Tiefe transportieren. Charaktere werden oft mit wenigen, prägnanten Strichen gezeichnet, wodurch sie dennoch lebendig und vielschichtig wirken. Seine Erzählweise ist ruhig und beobachtend, oft aus der Perspektive einfacher Menschen, die vor den großen Fragen des Lebens stehen.