Penelope Mary Fitzgerald (geb. Knox, 1916–2000) war eine gefeierte britische Schriftstellerin und Biografin. Sie wuchs in einer intellektuellen Familie auf – ihr Vater war der Theologe E.V. Knox und sie war Nichte von Ronald Knox. Nach ihrem Studium am Somerville College, Oxford, arbeitete sie für die BBC und unterrichtete später an verschiedenen Schulen. Ihre literarische Karriere begann verhältnismäßig spät, als sie in ihren 60ern war, zunächst mit Biografien über Edward Burne-Jones und Charlotte Mew. Ihr erster Roman, "The Golden Child", erschien 1977. Fitzgerald wurde bekannt für ihre prägnanten, oft melancholischen Romane, die sich durch subtilen Humor und eine scharfe Beobachtungsgabe auszeichnen. Für ihren Roman "Offshore" gewann sie 1979 den Booker Prize. Ihre Werke umfassen auch "The Bookshop" (verfilmt), "Human Voices" und "The Blue Flower" und sicherten ihr einen festen Platz in der modernen englischen Literatur.
«Der einzige Weg, eine Situation zu ertragen, ist, sie mit so viel Würde wie möglich zu ertragen.»
«Das Leben ist immer eine Frage des Gleichgewichts, auch wenn es sich um einen ewigen Kampf handelt.»
«Es ist leichter, die Vergangenheit zu ertragen, als die Gegenwart zu verstehen.»
Fitzgeralds Schreibstil ist bemerkenswert für seine Präzision, Eleganz und Dichte. Ihre Prosa ist oft knapp und ökonomisch, aber reich an Details und psychologischer Tiefe. Sie verwendet subtilen Humor und eine oft ironische Distanz, um die Absurditäten des menschlichen Verhaltens und die Schwierigkeiten des Alltags zu beleuchten. Ihre Charaktere sind oft exzentrisch, fehlerhaft und zutiefst menschlich. Sie hatte eine außergewöhnliche Fähigkeit, historische Settings lebendig werden zu lassen und gleichzeitig universelle menschliche Themen zu behandeln, alles mit einer unverwechselbaren, leicht melancholischen Note.