Gustave Flaubert (1821–1880) war ein französischer Schriftsteller, bekannt für seine rigorose Perfektion des Stils und seinen Einfluss auf den literarischen Realismus. Er wurde in Rouen geboren und verbrachte den Großteil seines Lebens in Croisset, wo er sich der Literatur widmete. Sein Debütroman 'Madame Bovary' (1856) erregte bei seiner Veröffentlichung großes Aufsehen und führte zu einem Gerichtsverfahren wegen Unsittlichkeit, das Flaubert jedoch gewann. Seine Werke zeichnen sich durch akribische Recherche, psychologische Tiefe und eine objektive Erzählweise aus. Flaubert war ein unermüdlicher Arbeiter, der oft Wochen oder Monate an einzelnen Sätzen feilte, um die perfekte Formulierung zu finden. Er litt unter gesundheitlichen Problemen, darunter Epilepsie, und führte ein zurückgezogenes Leben, das der Kunst gewidmet war. Er gilt als einer der größten französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts.
«Seien Sie ordentlich und regelmäßig in Ihrem Leben, damit Sie originell und gewalttätig in Ihrer Arbeit sein können.»
«Die Kunst ist wie eine Kathedrale: Sie ist weder modern noch alt. Sie ist einfach ewig.»
«Reisen macht mich melancholisch. Ich bin der Meinung, dass alles, was man sieht, besser wäre, wenn man es nur im Geist sähe.»
Flauberts Schreibstil ist durch einen objektiven, unpersönlichen Realismus gekennzeichnet. Er vermied moralische Urteile und ließ stattdessen die Handlungen und Dialoge seiner Figuren für sich sprechen. Sein Stil ist präzise, elegant und zeichnet sich durch eine akribische Detailgenauigkeit aus. Er nutzte oft freie indirekte Rede, um die Gedanken seiner Figuren zu vermitteln, und legte großen Wert auf den Rhythmus und die Musikalität seiner Prosa. Seine Sprache ist oft ironisch und distanziert, was die Illusion einer unparteiischen Erzählung verstärkt.