William Peter Blatty (1928–2017) war ein amerikanischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Filmregisseur, der vor allem für seinen bahnbrechenden Horrorroman "Der Exorzist" (1971) und das Drehbuch zur gleichnamigen Verfilmung von 1973 bekannt ist. Blatty, ein frommer Katholik, absolvierte die Georgetown University und diente in der US Air Force. Seine frühe Karriere umfasste das Schreiben von Komödien, bevor er sich dem übernatürlichen Thriller zuwandte. "Der Exorzist" basierte auf einem realen Exorzismusfall aus dem Jahr 1949 und wurde zu einem kulturellen Phänomen, das die Grenzen des Horror-Genres neu definierte. Blatty gewann einen Oscar für sein adaptiertes Drehbuch. Sein Werk befasste sich oft mit dem Kampf zwischen Gut und Böse, Glauben und Zweifel und dem Eingreifen des Göttlichen in die moderne Welt. Er schrieb auch andere Romane wie "Twinkle, Twinkle, 'Killer' Kane" (der später zu "The Ninth Configuration" verfilmt wurde, bei dem er auch Regie führte) und setzte seine Arbeit in den Bereichen Literatur und Film fort, wobei er stets theologische und philosophische Fragen in den Mittelpunkt stellte.
«"Der Exorzist ist keine Horrorgeschichte. Es ist ein Argument für Gott. Es gibt Gutes und es gibt Böses. Der Exorzist sagt, dass das Gute siegen kann."»
«"Meine Absicht war es, einen theologischen Thriller zu schreiben... einen Roman, der die Frage nach der Existenz Gottes in einem modernen Umfeld behandeln würde."»
«"Ich glaube nicht an Geister. Ich glaube an Dämonen. Ich glaube nicht, dass sie von Menschen getrennt sind. Ich glaube, sie sind ein Teil von uns."»
Blattys Schreibstil ist geprägt von einer intensiven und atmosphärischen Erzählweise, die psychologische Tiefe mit übernatürlichem Horror verbindet. Er zeichnet sich durch detaillierte Beschreibungen, scharfe Dialoge und eine meisterhafte Schaffung von Spannung aus. Seine Prosa ist oft nachdenklich und philosophisch, verwebt theologische Fragen mit der Handlung und zwingt den Leser, über die Natur des Bösen, des Glaubens und der Existenz Gottes nachzudenken. Er nutzte oft eine Mischung aus Realismus und dem Fantastischen, um eine glaubwürdige, aber erschreckende Welt zu schaffen.