Timur Vermes, geboren 1967 in Nürnberg, ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Als Sohn eines ungarischen Flüchtlings studierte er Geschichte und Politik in Erlangen, bevor er eine Karriere im Journalismus begann. Er arbeitete für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen, darunter den Abendzeitung und den Express, und war auch als Ghostwriter tätig. Seinen internationalen Durchbruch feierte er 2012 mit dem satirischen Roman "Er ist wieder da", in dem Adolf Hitler in der heutigen Zeit erwacht und eine Karriere als Medienstar beginnt. Das Buch wurde zu einem Bestseller, in zahlreiche Sprachen übersetzt und 2015 erfolgreich verfilmt. Vermes' Werk provoziert und regt zur Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte und Gegenwart an. Seine späteren Romane, "Die letzten ihrer Art" (2018) und "Vom Aufstieg und Niedergang der Faye Fabel" (2021), zeigen seine Vielseitigkeit und seinen Hang zu kritischen Gesellschaftsbeobachtungen.
«"Die Leute reden immer noch vom 'Dritten Reich', dabei ist es doch noch viel zu früh, um zu beurteilen, wie das ausgegangen ist."»
«"Man muss die Leute von der Oberfläche ihrer eigenen Klugheit herunterholen."»
«"Das Problem der Demokratie ist, dass sie zu viel Spielraum für das Böse lässt, wenn die Menschen nicht bereit sind, sich zu wehren."»
Vermes' Schreibstil ist prägnant, oft satirisch und provokativ. Er nutzt gekonnt die Technik der personalen Erzählweise, um seinen Figuren eine unverkennbare Stimme zu verleihen, selbst wenn diese historisch belastet ist. Sein Humor speist sich oft aus der Anachronie und der absurden Konfrontation historischer Figuren mit der modernen Gesellschaft. Dabei versteht er es, Unterhaltung mit scharfer Gesellschaftskritik und Medienanalyse zu verbinden, ohne moralisierend zu wirken. Seine Sprache ist direkt und zielorientiert, mit einer Vorliebe für pointierte Formulierungen.